
"Alice im Wunderland" rezensiert by Klappacom
Alice hat sich wieder aufgemacht, das Wunderland zu besuchen und führt uns in eine knallbunte Fabelwelt, die mit herrlichen Charakteren gespickt ist und nur so vor Irrwitzigkeit à la Tim Burton strotzt. Eine ganz neue Verfilmung von Alice.
Alice im Wunderland ist definitiv ein Klassiker. Viele kennen den Zeichentrickfilm von Disney, doch es gibt auch einige andere Verfilmungen der Literaturvorlage von Lewis Carroll. An dieser Herausforderung hat sich Tim Burton versucht - aber mit Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway und Mia Wasikowska konnte ja auch eigentlich nichts mehr schief gehen ...
Dabei sollte man den Film, von dem hier inhaltlich lieber so wenig wie möglich verraten wird, am besten auch noch in der dritten Dimension schauen. Denn auf die Effekte legt es dieser Film an, der selbst "Avatar" und "Shutter Island" von den obersten Plätzen der Kinocharts verdrängte. Die Effekte kommen zumeist sehr eindrucksvoll rüber, besonders wenn der heimliche Star der Geschichte, die "Grinsekatze", ihren Auftritt hat. Die Grinsekatze mit ihrer ätherischen Stimme hat die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen, sich buchstäblich "in Luft aufzulösen". Sehr eindrucksvoll, wenn sie in 3D wieder auftaucht. Aber 3D ist nicht alles, denn leider bleibt da nicht mehr viel Platz für eigene Fantasie ...
Die Grinsekatze jedoch ist nicht der einzige verrückte Charakter dieser Geschichte - nein, dem Original und seiner Fortsetzung "Alice hinter den Spiegeln" von Lewis Carroll entnommen, kommen natürlich auch noch viele andere irre Fabelwesen und Kreaturen vor - zudem die rote Königin, die immer häufig schreit: "Ab mit dem Kopf!". Die rote Königin ist vielleicht der schrillste Charakter des Films. Extrem naiv, verrückt, eingebildet, cholerisch und böse - das ist eine gefährliche Mischung. Hier wird von Tim Burton viel "auf die Schippe" genommen.
Überhaupt hat der Film sehr viel Aussage: Nachdem Alice aus dem Wunderland - das eigentlich "Unterland" heißt - zurückkehrt, weiß sie genau, wie mit ihrem weiteren Leben zu verfahren ist, und sie wird eine selbstständige und emanzipierte junge Frau.
Lebe deine Träume. Ein Plädoyer für die Fantasie und dafür, auch mal die Konventionen zu brechen, denn so abgehoben die Fantasie auch sein mag - sie kann uns vielleicht helfen, die richtigen Entscheidungen in der Wirklichkeit zu fällen.