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Es ist meine erste Frankfurter Buchmesse. Nach etwa vier Stunden Busfahrt komme ich auf dem gigantischen Messegelände an. Ausgestiegen, Karte gekauft, Taschen kontrolliert und schon ist man mitten drin. Nunja. So richtig noch nicht, denn ich befinde mich noch in der ungenutzten Halle 10 und die ist leer und dunkel. »Weiterlesen

So richtig, richtig gruselige Filme gucke ich ja überhaupt nicht. Filme wie "Stiller Hügel" oder "Säge". Pah, solche Horrorstreifen machen mir gar keine Angst. Eben weil ich sie mir erst gar nicht anschaue. Clever, was? Bei mir reicht da schon der "Tatort". Letztens haben die da einen Ritualmörder gejagt. Dieser hat sich nämlich kurzerhand lauter braunhaarige Frauen geschnappt, die alle im März Geburtstag hatten ... »Weiterlesen

Es ist kurz vor halb sieben an einem Dienstagmorgen. Ich stehe im Badezimmer und versuche mit letzter Kraft ein bisschen, ein ganz, ganz, ganz, ganz kleines bisschen Inhalt aus der Tube zu quetschen. Da muss doch noch etwas drin sein! Los, komm schon, nur noch ein bisschen, nur noch für heute, dann geh ich später neues kaufen. Waschgel kann süchtig machen. »Weiterlesen

An allen Ecken und Enden sieht man ihn: den geflügelten Löwen. Er ist der Herrscher über alles und hat ein Auge über meine Lieblingsstadt: Venedig. Schon als Kind war ich von der Stadt, die ich nur aus unzähligen Büchern kannte, begeistert. Ich konnte jedes Mal den salzigfischigen Geruch der Meerluft riechen, wenn ich Cornelia Funkes Herr der Diebe auspackte und sah mich fast selbst durch die Stadt wandern. »Weiterlesen

Es passiert irgendwann zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert. Es ist laut, das Wasser peitscht an den Steg, wo viele Leute stehen. Verängstigte Kinder, eine Frau mit Baby im Arm neben ihrem Mann. Jede Person hat nur einen kleinen Koffer. Alle schauen auf das Wasser, wo sich ein riesiges schwarzes Schiff in den Hafen begibt. Dieses Schiff ist der Weg in ein neues, erwartungsvolles Leben in einem besseren Land. »Weiterlesen

Serafina Schön stieg aus ihrem Himmelbett mit dem rosaroten Vorhang aus chinesischer Seide. Sie schüttelte ihr langes, schwarzes Haar und dachte, dass sie sie dringend wieder waschen musste. Seit gestern Abend ist ja so viel Zeit vergangen, sie sind schon ganz fettig!, dachte sie und begutachtete als nächstes ihre zwei Zentimeter langen Nägel, die mit Pailletten verschönt waren. Nach zwei Sekunden Betrachten, schrie sie auf. »Weiterlesen