
Black Eyed Peas "The E.N.D." rezensiert by Melanie
Aufgrund der Gerüchte um einen Streit, Fergie stände bei Performances oft im Mittelpunkt und ließe die drei Jungs im Schatten stehen, könnte diese Schlagzeile einigen Fans einen Schock versetzt haben. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um den Titel des neuen Albums und die drei irreführenden Buchstaben stehen für "The Energie never dies".
"The whole record is a party and club is... where music really lives", ist der Kommentar von Will.I.Am zum mittlerweile fünften Album auf der offiziellen deutschen Website der Black Eyed Peas. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf, da alle Tracks absolut tanztauglich sind und die im Albumtitel schon angekündigte Energie jeden Club zum kochen bringen würde. Zum im Sitzen hören ist das Album allerdings eher weniger geeignet, da die durchweg sehr elektronisch klingenden Beats nach der Hälfte für mich fast nervig werden, wenn man sich nicht zum Tanzen hat mitreißen lassen.
Die erste Singleauskopplung "Boom Boom Pow" ist das beste Beispiel für die bereits erwähnte Energie und Tanzbarkeit und die zweifellos beste Wahl um das Album zu promoten. "I gotta feeling", die zweite Single, tanzt etwas aus der Reihe, was den Wiedererkennungswert der Band angeht. Wenn man nicht von vorneherein weiß, dass dieser Song von den Black Eyed Peas stammt, kann man dies nur schwer erkennen.
Das Album ist sowohl als normale Version mit 16 neuen Liedern erhältlich, als auch als Deluxe Version mit 4 zusätzlichen neuen Tracks und 6 neuen Versionen von älteren Songs wie "Let's get retarded ("Let's get re-started") oder "Shut up" ("Shut the phunk up"). Die Originale scheinen mir jedoch deutlich besser, weshalb die Deluxe Version nicht unbedingt empfehlenswert ist.
Trotz einiger Minuspunkte was das neue Album angeht sollte man "the end" noch nicht herbeisehnen, sondern dem nächstbesten DJ die Platte überreichen und lostanzen bis hoffentlich das nächste Album erscheint.
Aus der 9. Ausgabe vom 28.06.2009.