
Rundgang auf der Frankfurter Buchmesse 2009 by Klappacom
Der Messeturm Frankfurt. ©KlappacomEs ist meine erste Frankfurter Buchmesse. Nach etwa vier Stunden Busfahrt komme ich auf dem gigantischen Messegelände an. Ausgestiegen, Karte gekauft, Taschen kontrolliert und schon ist man mitten drin. Nunja. So richtig noch nicht, denn ich befinde mich noch in der ungenutzten Halle 10 und die ist leer und dunkel. Die Wegführung leitet mich hinaus und ich trete auf eine Straße. Hier merke ich richtig, wie groß das Messegelände eigentlich ist. Es gibt über 10 Hallen, manche haben sogar zwei Stockwerke. Und weil so viele Hallen nicht in ein Gebäude passen, sind sie durch Straßen, Buslinien, Plätze und gläserne Überführungen verbunden.
Ich folge dem Straßenverlauf, welcher geradewegs unter dem 117 Meter hohen Messe-Torhaus hindurch führt und gelange zu Halle 3, einer zentralen Halle der Messe, welche mit ihrem ausladend geschwungenen Dach wie ein modernes Flughafenterminal anmutet. Drinnen ist es auf einmal ziemlich voll. Im Erdgeschoss dieser Halle präsentieren sich unter anderem die wichtigsten Belletristik- und Taschenbuchverlage. Zahlreiche Neuerscheinungen sind an den Messeständen zu finden, zwischen denen sich Gassen voller Menschen bilden. Hier muss man sich behutsam "durchschieben" und gut aufpassen, nicht umgelaufen zu werden. Ich lasse mich eine Weile orientierungslos treiben und erforsche Messestände von großen Verlagen. Man fühlt sich wie in einem überdimensionierten Buchladen, mit dem Unterschied, dass man nichts kaufen kann (zumindest an dem Tag, an dem ich da war).
Die Agora der Messe ©KlappacomEs geht auf Mittag zu und ich verlasse die Halle. Vor Halle 3 befindet sich der große zentrale Platz, die "Agora", von der aus man direkt zu einigen Hallen kommt und von der aus man einen schönen Blick auf Teile der Skyline von Frankfurt hat. Auf der Agora gibt es viel zu sehen. Zelte zum Gastland "China" der Buchmesse findet man genauso wie etwas zu essen. Es verwundern die "Mangas", die dort herum laufen. Es handelt sich um als allerlei Fabelwesen verkleidete junge Menschen. Sie tummeln sich zuhauf auf der Agora und fotographieren gegenseitig ihre zum Teil filmreifen Kostüme. Wie ich nachher im Fernsehen erfahren habe, sind diese Mangas schon seit einigen Jahren Tradition auf der Frankfurter Buchmesse.
Von der Agora aus gehe ich ins sog. "Forumsgebäude". Hier wird gerade Peter Maffay am ARD-Stand interviewt. Danach schaue ich mir eine "Exklusivausgabe" von Druckfrisch mit Dennis Scheck an. Er kritisiert und lobt einige Neuerscheinungen, die er auf der Messe entdeckt hat. Und weiter geht's in eine Halle, in der sich internationale Verlage präsentieren.
Man kann sich hier Bücher aus Italien genauso wie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ansehen. In Anschluss zu dieser Halle hat das ZDF sein Quartier aufgeschlagen. Schon wieder wird hier Peter Maffay interviewt, der wohl ein neues Buch von sich vorstellt ... Ich gehe wieder zurück in Halle 3. Hier habe ich vorher wohl die Comic-Abteilung übersehen. Hauptsächlich gibt es dort aber Mangas,
Bilderbücher u. ä. zu sehen. Hella von Sinnen läuft zusammen mit ihren drei Bodyguards durch die Menge und lässt Fotos von sich machen. Der Mangazeichner "Benjamin" signiert seine Bücher und fertigt mit Textmarkern in schrillen Farben Portraits seiner Fans an.
Hier kann man Benjamin über die Schulter schauen. ©KlappacomMit den Rolltreppen geht's hinauf in Halle 3.1. Sie ist geringfügig leerer. Hier stellen zum Beispiel Reiseverlage und Magazine aus. Interessant finde ich auch die ausgestellten Globen, die es in verschiedenen Variationen zu sehen gibt. Zu hören gibt es auch den Schauspieler Armin Rhode, um den sich eine Traube von Menschen gebildet hat.
Es war meine erste Buchmesse, aber fest steht: Es wird nicht meine letzte sein.
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Aus der 13. Ausgabe vom 07.11.2009