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"Der Joker von Markus Zusak" rezensiert by fairy tale


Ed Kennedy ist ein Loser. Das sagt er jedenfalls über sich selbst.

Er fährt den lieben langen Tag Leute in seinem Taxi umher, lügt, was sein Alter betrifft (er ist erst neunzehn, aber als Taxifahrer muss man zwanzig sein) und hat nur vier Freunde. Richie, der nichts aus seinem Leben macht. Audrey, in die er schon seit langem unglücklich verliebt ist. Marv, der mehr als vierzig tausend Dollar auf seinem Konto hat, aber trotzdem ein Geizhals ist. Und den Türsteher, seinen stinkenden, uralten Hund.

Abends trifft er sich oft mit ihnen und spielt Karten. Er war ein unterdurchschnittlicher Loser, bis er in einen Banküberfall gerät und den Bankräuber abhält zu flüchten. Er kommt in die Zeitung, und findet ein paar Tage danach eine Spielkarte in seinem Briefkasten. Drei Adressen stehen darauf. Zuerst weiß er nichts damit anzufangen, dann aber geht er zu den Adressen und beobachtet die Einwohner heimlich. Bei allen drei sieht er Menschen, die ein schlimmes Schicksal haben und keinen Weg heraus finden. Im ersten Haus wird eine Frau jede Nacht von ihrem Mann vergewaltigt. Im zweiten Haus lebt ein Mädchen, das jeden morgen hart für einen Lauf trainiert, aber trotzdem verliert. Und im dritten Haus wohnt eine alte Dame, die ganz allein lebt. Bei allen drei hilft er etwas nach. Er verschüchtert den Mann, sodass er freiwillig abhaut. Er gibt dem Mädchen mehr Selbstvertrauen und sie findet es nicht mehr schlimm zu verlieren. Und er besucht die alte Dame, die ihn für ihren verstorbenen Ehemann hält. Ed bekommt immer mehr Spielkarten, mehr Probleme, die er lösen kann. Als es ihm schon fast Spaß macht, die Leute aus ihren Schicksalen zu befreien, bekommt er die letzte Spielkarte. Und auf ihr stehen die Namen Richie, Audrey und Marv.

Das Buch hat mich sehr berührt, als ich es gelesen habe. Markus Zusaks Schreibstil bringt oft kurze und abgehackte Sätze mit sich, die aber oft in die beschriebenen Situationen passen. Er beschreibt alles sehr detailreich und manchmal etwas kompliziert, aber verständlich. Der Joker ist ein Buch voller Melancholie und Leidenschaft, aber trotzdem kein Kitsch-Roman. Er ist für Mädchen, sowie für Jungs geeignet. Der Joker erhielt in Deutschland den Jugendliteraturpreis 2007, den Jugendbuchpreis der Jury junger Leser 2007 und den goldenen Lufti in der 12. Preisrunde 2006. International erhielt das Buch ebenso viele renommierte Preise.

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Aus der 7. Ausgabe vom 22.03.2009.