
Zivilcourage by Sonnenblume
Ganz Deutschland redet darüber. Darüber, dass Zivilcourage wichtig ist. Das Eingreifen, Mut, sich nicht aus der Affäre ziehen und zu seinen Taten stehen wichtig ist. Das es wichtig ist anderen zu helfen, wenn sie in Not sind. Erst vor Kurzem, am 12.09.2009, hat in München ein 50-jähriger Mann diese Zivilcourage bewiesen und ist dabei ums Leben gekommen. Er wollte Kinder, die von drei Jugendlichen erpresst worden waren, schützen und wurde von den beiden Tätern brutal zusammengeschlagen. Sich schützend vor die Kinder zu stellen: das erfordert Mut und Kraft. Ein anderer Mann musste wegen dem gleichen Handeln mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Angst einzugreifen ist gestiegen.
Doch was macht man, wenn man selbst in so eine Situation gerät? Am sichersten, auch für einen selbst, ist es, die Polizei zu rufen oder einem Wachmann Bescheid zu geben. Diese sind meist schnell vor Ort und wissen, wie sie vorgehen müssen. In manchen S-Bahnen z.B. gibt es auch Notfall-Knöpfe, die für genauso solche Fälle gedacht sind. Auch eingreifen kann richtig sein. Aber sich mit einem schwerbewaffneten Mann anzulegen ist dann doch nicht jedermanns Sache. Deshalb sollte man so schnell wie möglich alarmieren, andere zu Hilfe ziehen, wenn jemand bedroht wird. Was dagegen vollkommen falsch ist, ist wegzusehen. Oder zu behaupten, man habe gar nichts gesehen. Doch leider ist es meistens so. Es gibt leider nur wenige, die so handeln wie z.B. die beiden Männer. So wird die Gewalt in Deutschland doch nur gefördert. Einfach weiterzugehen oder gar gaffend zuzuschauen, das ist falsch. Zivilcourage ist wichtig, aber sie muss auch überdacht werden. Doch Wegschauen kann tödlich sein.
Aus der 13. Ausgabe vom 07.11.2009